13.12.2010

Software von Frauen

Nach dem unrühmlichen Ende meines iPod-Touch vermisste ich doch sehr ein kleines handliches Kalender-Notizen-Kontakte-Aufgabenlisten-Dings. So schmerzlich, dass ich mir nun ein Samsung Galaxy i9000 gegönnt habe: Eigentlich hatte ich sogar das Geld um gleich zu bezahlen, aber wenn man mir eine 0% Finanzierung anbietet und ich auf dem Tagesgeldkonto noch ein paar zerquetschte Prozent bekomme, wird es noch billiger. Also hab ich zugeschlagen - und mein Geld erst mal behalten.

Tja, und die mit Abstand wichtigste Funktion ist bei mir die Aufgabenliste - ver viel zu tun hat, vergisst oft die Kleinigkeiten. Der Task-Manager, den ich früher hatte, erinnerte mich neutral mit einem "Heute noch zu erledigen:" an meine Aufgaben, überfälliges wurde einfach rot markiert.
Jetzt habe ich mir wieder solch eine ToDo-App installiert, wenn da aber was fällig wird, beginnt die App richtig zu nerven: "Bekommst Du das noch auf die Reihe?", "Wie lang willst Du das noch vor Dir herschieben?" - die App nervt so weiblich, dass ich mir sicher bin, dass hat eine Frau programmiert, die sich jetzt diebisch freut, neben ihrem Ehemann auch noch x Nutzer nerbven zu können. Glücklicherweise wird man so eine App leichter los als eine nervende Ehefrau - bei letzterer gibts nämlich keinen deinstallieren-Knopf.

So gesehen wurde mir aber dank App mal wieder klar, was ich an meinem Eheweib habe: Absolut nervfrei (Erinnerungen werden immer mit einem Küsschen oder in eine kleine Massage verpackt) und eine prima Pfefferkronenbäckerin.

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