18.05.2009

Begleitetes Fahren

Vor dem Supermarkt steht ein 3er BMW Tourng, neu, bessere Asstattung, dickerer Motor.

Er steht da mitten auf der Straße, und hinter ihm staut es sich sie ganze Strasse hinunter bis in die Kreuzung hinein. It das Auro kaputt? Nein, nur der Fahrer/die Fahrerin weiss offensichtlich nicht, wo er/sie hin will. Die Tatsache, das lkein Blinker gesetzt ist deutet auf weiterfahren hin, der die Räder sind allerdings auf Anschlag links eingaschlagen, ein sicheres Indiz dafür, dass es wohl doch auf den Parkplatz gehen soll. Jedenfalls mach das ganze einen so unsicheren Eindruck, dass sich keiner traut, sich an dem BMW vorbeizudrängeln, mit dem Bulli komme ich eh nicht vorbei, zumal ich sicher weiss, dass ich in den Parkplatz will und auch den Blinker gesetzt habe.
Nach drei Minuten halte ich es nicht mehr aus - ich hupe. Und oh, welch wunder, der BMW setzt sich in Bewegung, fährt bis zur Schranke des Parkplatzes vor und hält in gebührendem Abstand zur Ticketausgabe. Klar, die zwei Schritte kann man auch laufen. Aus dem Auto steigt ein Jüngelchen mit zitternden Knien, zieht sein Ticket, fährt durch die Schranke, und bleibt direkt hiter der Schranke wieder stehen! Ich habe inzwischen mein Ticket auch, und die Schranke ist offen, aber ich kann nicht fahren, weil der meister sich nicht für einen Parkplatz entscheiden kann (es sind nur wenig Autos auf dem Platz, das Problem einer ParkLÜCKE besteht also nicht). Bevor die Schranke zu geht, hupe ich lieber ... nein, das erledigt schon jemand hinter mir. Der BMW rollt wieder an und stellt sich sauber in ein Karree. Na bitte, geht doch!
Ich kann es mir dann aber nicht verkneifen, mich in die Box gegenüber zu stellen, so das Bulli und BMW Nase an Nase stehen. Ich springe vom Bock, während sich aus dem Kombi eine aufgebrezelte Mittfünfzigerin aufbaut, die mich sofort anmosert, was das den mit dem Gehupe soll. Ich lasse sie links liegen und frage statt dessen den Jungen: "Begleitetes Fahren?". "Hm..." nickt er. "Fahr besser mit deinem Vater!". Und während bei der Alten die Schnappatmung einsetzt, kan sich der Junge ein breites Grinsen nicht verkneifen.
Die Mutter will dann plötzlich nicht mehr in den Supermarkt - und ihr Sohnemann fäht sie deutlich sicherer und souveräner vom Hof.

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