01.07.2008

Klischees bestätigt

Vor dem Supermarkt gibt es eine Baugrube. Und damit die Liefer-LKW trotzdem noch auf den Hof kommen, hat man neben der Baugrube ein paar Parkplätze mit riesigen "Absolutes Halteverbot"-Schildern versehen. (Nebenher, die Fahrer dieser Liefer-LKW mögen etwas einfach gestrickt sein, aber einen 40-Tonner rückwärts zwischen den parkenden PKW in diesen Stadthinterhof einzufädeln, da habe ich den allerhöchsten Respekt vor den Jungs - ich würde da nicht mal den Bulli mit nem kleinen Einachsanhänger reinbekommen.)

Heute nun stand einer dieser LKW mit eingeschalteter Warnblinkanlage mitten auf dem Parkplatz. Verklemmt, verkeilt? Fehlanzeige! Mitten im Halteverbot, direkt vor den Schildern, standen zwei winzig kleine Autos (solche japanischen Kurvenschnurpser) und blockierten die Zufahrt zum Hof. Ihre Kriegsbemalungen wiesen sie als diakonisch-caritative Heimpflegemobile aus. Alles klar, anderen helfen wollen und dann mitten im Weg rumstehen.
Also das klassische Spiel: Supermarktansage "Die Fahrer der Fahrzeuge mit den Kennzeichen ... " und eine völlig aufgelöste Pflegetante sowie ein Zivi (beide eher von der Gutmenschlichen Alternativfraktion) mit dem selben Text "Ich hab' das Schild wirklich nicht gesehen!", die ihre Autos davon fahren und vor lauter Aufregung den zweiten Gang nicht mehr finden. Der Fahrer nögrelte noch was von "Veregger, Labb'n auf d'r Blind'nschul' g'machd oder was?!" und dann war alles gut.
Ich frage mich aber, wenn diese Leute schon solche riesigen Halteverbotsschilder nicht auf die Reie bekommen, was ist dann erst mit Medikamenten?! Also lieber nicht Pflegebedürftig werden, sondern schon mal über einen eigenverantwortlichen Notausgang nachdenken.

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