04.05.2007

Kleiner Sturz

Ich weiss nicht, wie oft ich schon die Treppe zu meiner Wohnung hinunter gegangen bin. Ich wohne hier seit gut zehn Jahren, und selbst wenn man die zwei Jahre in Japan abzieht, kann man davon ausgehen, dass ich ca 2x365x8=5840 mal diese Treppe hinunter gegangen bin. Neun Stufen, feiner Beton, die ins Souterrain führen.

Vor gut zwei Wochen hatte mich nun der Handwerkerfimmel gepackt, und ich kam aus der Garage mit meiner Werkzeugkiste zurück. Und aus mir unerfindlichen Gründen bin ich nach acht Stufen der Meinung, die Treppe sei zu Ende. Kurz und gut, ich trete ins Leere, versuche mich abzufangen und knicke ziemlich böse mit meinem linken Fuß um. Laut fluchend versuche ich aufzustehen, was mir aber nicht gelingt, da der Fuß seinen Dienst verweigert. Also sammele ich am Boden sitzend weiter vor mich hinschimpfend erst einmal meine Werkzeuge ein und schiebe die Kiste mit einem Kräftigen Schwung bis zu meiner Wohnungstür. Danach ziehe ich mich am Treppengeländer hoch und hüpfe auf dem unversehrten Fuß der Werkzeugkiste hinterher.

In der Wohnung packe ich dann meinen Fuß aus dem Siefel. Er sieht normal aus, ich kann aber prima damit meinen Puls kontrollieren. Ich packe Eis auf den Knöchel - kann aber trotzdem zusehen, wie das Gelenk dicker und der Fuß blauer wird. Schöner Mist.

Am nächsten Tag gehe ich zum Arzt. Der knetet den Fuß ordentlich durch und meint: Bänderzerrung und die Gelenkkapsel überdehnt - was machen sie denn für Sport? Ich erkläre ihm, dass es wohl eher ein Unfall war. Glück gehabt, meint er, einen Tick mehr, und das ganze wäre gerissen. Dann hätte man operieren müssen. So reicht eine spezielle Bandage, ein wenig Spezialsalbe, um eine Entzündung zu vermeiden, und viel Eis und Ruhe. Das kann schon ein paar Wochen dauern, meint der Arzt.

Inzwischen fühlt sich mein Fuß an, als ob ich eine Kartoffel unter der Haut habe. Aber die Bandage ist echt toll, sie verhindert, dass ich den Fuß in die Richtung bewege, in der ich Bänder und Kapsel wieder überdehnen würde. Und Eis esse ich ja wirklich gerne - auch wenn Hannah felsenfest behauptet, der Arzt hätte das anders gemeint.

PS: Meine Bohrmaschine hat den Sturz übrigends auch nicht überlebt.

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Mama / 06.05.2007, 00:21 / Link

Neue Bohrmaschine zum Geburtstag?Ich hoffe der Fuß ist bald wieder ganz okay, so okay dass man nicht mehr weiß, ob es der linke oder der rechte Fuß war, den man(n) sich verletzt hat.


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