26.03.2007

Waffe zerlegen

Ich gebe zu, als alter Macianer hatte ich für Dell bisher nix übrig: 75,- Euro Versand, nur Intelprozessoren und nur Windows auf der Platte. Nun, inzwischen sind auch Macs nur noch teure Intels, lediglich MacOS ist für mich nach wie vor der perfekte Kompromiss zwischen der Vielfalt der Möglichkeiten, die ein Computer bietet und der Dummheit des Nutzers, der dies nicht zu würdigen weiss.

Heute aber hab ich etwas erlebt, was mich wirklich beeindruckte. Unser Verlag kauft alle Rechner grundsätzlich bei Dell - die Schwägerin des Cousins unsers Chefs hat mit der Nichte der der Großmutter deren Chefverkäufers... irgendsowas. Wie dem auch sei, unser gemeinsam genutztes "ich brauch mal schnell ein Notebook" hatte einen Wackelkontakt, und da wir so einen Supertrooper-Reparatur-am-nächsten-Arbeitstag-Service haben, kam heute ein Techniker vorbei, der mal so eben an meinem Schreibtisch in gerade mal 20 Minuten das Mainboard des Notebooks austauschte. Irre! Der zerlegte das Teil, wie die Partisanen in den Filmen ihre Waffen zerlegen. Alle Teile legte er wie auf einer Explosionszeichnung vor sich hin, und nach dem Zusammenbauen blieb nix übrig und die Kiste funktionierte auf Anhieb wieder einwandfrei. Respekt!
Ich meine, gut, ich hab so vielleicht ein wenig die Achtung vor Notebooks verloren. Aber Dell hat heute bei mir 5 Pluspunkte gewonnen. Und dann hab ich gehört, dass die inzwischen auch AMD-CPUs einbauen und eventuell sogar vorkonfigurierte Linux-PCs ausliefern wollen. Die werden auf ihre alten Tage vielleicht doch noch exclusiv...

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